Ausgabe #4 - Obama; der beste Präsident der USA?

Obama; der beste Präsident der Vereinigten Staaten? 

Ausgabe #4 von The Tom-Medien Report 


Wer ist Obama?

Barack Hussein Obama wurde am 4.  August 1961 in Honolulu, Hawaii geboren. Er ist der Sohn von Barack Obama Senior, einem Kenianer aus dem Volk der Luo, und Ann Dunham, einer US-Amerikanerin aus Kansas. Seine Kindheit war vielfältig geprägt, da er einige Zeit in Indonesien gelebt hatte. Er kehrte zurück nach Hawaii, wo er mütterlich von seinen Großeltern aufgezogen wurde. Diese multikulturelle Erziehung bildete das Fundament für seine spätere Fähigkeit, als Brückenbauer zwischen verschiedenen sozialen und ethnischen Gruppen aufzutreten.


Der Weg zur Exzellenz

In seinem Studium an der Columbia University in New York wechselte er an die Harvard Law School. Dort begann seine erste nationale Aufmerksamkeit als er zum Präsident einer Zeitschrift gewählt worden war, als erster Afroamerikaner.

Trotz dieser Elite-Ausbildung blieb er seinen Wurzeln treu und arbeitete in den 1980er Jahren als Community Organizer im Süden Chicagos, wo er Kirchengemeinden dabei unterstützte, die Lebensbedingungen in armen Vierteln zu verbessern.


Der politsche Aufstieg

Die Politische Karriere von Obama begann in Illinois, als er in den Senat 1994 gewält wurde. Den landesweiten Durchbruch erzielte er im Jahr 2004 durch eine beeindruckende Grundsatzrede auf dem Wahlparteitag der Demokraten, die ihn über Nacht zum neuen Hoffnungsträger der Partei machte. Im selben Jahr wurde er mit einem Rekordergebnis als Junior-Senator für Illinois in den US-Senat gewählt.

Nur drei Jahre später verkündete er in Springfield, Illinois, seine Präsidentschaftskandidatur – an jenem Ort, an dem Abraham Lincoln einst zur Abschaffung der Sklaverei aufgerufen hatte.


Das Erbe im Weißen Haus

Unter dem Slogan „Yes We Can“ mobilisierte er eine beispiellose Bewegung von Wählern und gewann die Wahl 2008 gegen den Republikaner John McCain. Seine achtjährige Amtszeit (2009–2017) war geprägt von massiven Herausforderungen und historischen Reformen:


Krisenmanagement: Er rettete die US-Automobilindustrie und stabilisierte die Finanzmärkte durch ein massives Konjunkturpaket.


Gesundheitswesen: Mit dem Affordable Care Act (bekannt als „Obamacare“) schuf er den Einstieg in eine allgemeine Krankenversicherung und ermöglichte Millionen unversicherten Amerikanern den Zugang zu medizinischer Versorgung.


Außenpolitik: Er setzte auf Multilateralismus, schloss das Atomabkommen mit dem Iran und leitete eine historische Annäherung an Kuba ein.


Klimaschutz: Obama war eine treibende Kraft hinter dem Pariser Klimaabkommen von 2015


Trotz dieser Erfolge blieb seine Präsidentschaft nicht frei von Kritik, etwa wegen des verstärkten Einsatzes von Kampfdrohnen oder der nicht realisierten Schließung des Gefangenenlagers Guantánamo Bay.

Dennoch wurde ihm bereits 2009 für seine außergewöhnlichen diplomatischen Bemühungen der Friedensnobelpreis verliehen.


Erste Amtszeit (2009-2013)

Obama hatte den zuvor den für 8 Jahre im Amt amtierenden Präsidenten George W. Bush abgelöst, der Aufgrund der Amtszeitbegrenzung nicht erneut kandidieren konnte.



Barack Obama trat am 20. Januar 2009 das Amt des US-Präsidenten an. Seine Amtsübernahme stand unter enormem Druck, denn die Vereinigten Staaten befanden sich mitten in der schwersten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression. Banken gerieten ins Wanken, Unternehmen kämpften ums Überleben und Millionen Menschen verloren ihre Arbeitsplätze. Obama musste daher sofort Maßnahmen ergreifen, um die Wirtschaft zu stabilisieren und das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen.



1. Die Rettung der Wirtschaft und des Finanzsystems

Die Bewältigung der Wirtschaftskrise hatte für Obama höchste Priorität. Kurz nach seinem Amtsantritt verabschiedete seine Regierung ein großes Konjunkturprogramm, den American Recovery and Reinvestment Act. Mit Investitionen von fast 800 Milliarden US-Dollar sollte die Wirtschaft angekurbelt, Arbeitsplätze gesichert und der wirtschaftliche Absturz gestoppt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Rettung der amerikanischen Autoindustrie. Die Regierung unterstützte die angeschlagenen Unternehmen General Motors und Chrysler mit staatlichen Krediten, um einen Zusammenbruch dieses wichtigen Industriezweigs zu verhindern.

Nach der Finanzkrise setzte Obama außerdem eine umfassende Reform des Finanzsystems durch. Der Dodd-Frank Act sollte Banken stärker kontrollieren und verhindern, dass sich eine ähnliche Krise wiederholen konnte.



2. Die Gesundheitsreform: Obamacare

Einer der größten politischen Erfolge Obamas war die Einführung der Gesundheitsreform Patient Protection and Affordable Care Act, besser bekannt als Obamacare, im Jahr 2010.

Das Ziel der Reform war es, mehr Menschen Zugang zu einer Krankenversicherung zu ermöglichen und das Gesundheitssystem gerechter zu gestalten. Versicherungen durften Menschen nicht mehr wegen bestehender Krankheiten ablehnen. Außerdem konnten junge Erwachsene länger über die Krankenversicherung ihrer Eltern abgesichert bleiben.

Die Reform war jedoch stark umstritten. Während viele Menschen von der besseren Absicherung profitierten, kritisierten Gegner die höheren Kosten und den stärkeren Einfluss des Staates auf das Gesundheitssystem. Trotzdem wurde Obamacare zu einem der wichtigsten politischen Vermächtnisse von Obama.



3. Außenpolitik und Sicherheit

In der Außenpolitik setzte Obama zunächst stärker auf Diplomatie und Zusammenarbeit mit internationalen Partnern. Er versuchte, das Verhältnis der USA zu anderen Ländern zu verbessern und neue Wege im Umgang mit Konflikten zu finden.

Ein wichtiges Zeichen dafür war seine Rede in Kairo im Jahr 2009, in der er einen Neuanfang in den Beziehungen zwischen den USA und der islamischen Welt anstrebte.

Auch mit Russland suchte Obama eine Annäherung. Mit dem New-START-Abkommen vereinbarten beide Länder eine Verringerung ihrer Atomwaffenbestände.

Der wohl bekannteste außenpolitische Erfolg seiner ersten Amtszeit war die Operation gegen Osama bin Laden im Mai 2011. Eine US-Spezialeinheit tötete den Anführer des Terrornetzwerks Al-Qaida in Pakistan.

Bei den Auslandseinsätzen setzte Obama sein Versprechen um, die amerikanischen Kampftruppen aus dem Irak abzuziehen. Gleichzeitig verstärkte er vorübergehend die US-Truppen in Afghanistan, um den Einfluss der Taliban zurückzudrängen.



4. Gesellschaftlicher Wandel und Bürgerrechte

Auch im Bereich der Bürgerrechte setzte Obama mehrere Veränderungen durch.

Mit dem Lilly Ledbetter Fair Pay Act stärkte er den Kampf gegen ungleiche Bezahlung zwischen Männern und Frauen.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die Abschaffung von „Don’t Ask, Don’t Tell“ im Jahr 2010. Dadurch konnten homosexuelle Soldaten erstmals offen in der US-Armee dienen.

Außerdem schränkte Obama die Anwendung bestimmter Verhörmethoden ein und beendete offiziell die Nutzung von Foltermethoden wie Waterboarding durch die CIA.



5. Politische Konflikte und Widerstand

Trotz seiner Erfolge war Obamas erste Amtszeit von starken politischen Auseinandersetzungen geprägt.

Vor allem die konservative Tea-Party-Bewegung entwickelte sich zu einer großen Opposition gegen seine Politik. Sie kritisierte besonders die Gesundheitsreform und staatliche Ausgabenprogramme.

Bei den Kongresswahlen 2010 verloren die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus. Dadurch wurde es für Obama deutlich schwieriger, weitere Reformen umzusetzen.

Ein weiteres unerfülltes Versprechen war die geplante Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo Bay. Obwohl Obama dies früh angekündigt hatte, konnte er die Schließung wegen politischer Widerstände nicht durchsetzen.



Fazit

Barack Obamas erste Amtszeit war vor allem von Krisenbewältigung und großen Reformprojekten geprägt. Er übernahm ein Land in einer schweren Wirtschaftskrise, stabilisierte die Wirtschaft und führte mit Obamacare eine der bedeutendsten innenpolitischen Reformen der letzten Jahrzehnte ein. Gleichzeitig sorgten seine Entscheidungen für starke politische Spaltungen, die die amerikanische Gesellschaft bis heute beeinflussen.








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